Agile Schätzung: Story Points verstehen

Simone Kohl

3 mins read

Die Schätzung hilft den Verantwortlichen eines Projekts bei der Optimierung der Effizient und dem Aufwand des Produkts. Aus diesem Grund ist es wichtig, so gute Schätzungen wie möglich abzugeben.

Was ist eine Agile Schätzung?

Als Agile Schätzung wird der Prozess bezeichnet, der für die Schätzung des Aufwandes von priorisierten Aufgaben aus dem Backlog benötigt wird. Dieser Aufwand kann sowohl in Bezug auf Zeit, die für die Fertigstellung der Aufgabe benötigt wird, geschätzt werden, als auch in Story Points. Ein Story Point wird in agilen Projekten genutzt, um die Schwierigkeit der jeweiligen Aufgabe bzw. einer User Story abzuschätzen. Ein Story Point ist also eine Zahl, die dabei hilft, die Schwierigkeit des Tasks abzuschätzen. Die Schwierigkeit kann im Zusammenhang mit Problemen, Komplexität und Risiken bewertet werden.

Warum ist eine Agile Schätzung wichtig?

Die Agile Schätzung ist für folgendes wichtig:

  • Die Zeit einzuschätzen, die benötigt wird, um das Projekt abzuschließen
  • Ein besseres Sprint Management gewährleisten zu können
  • Die Produktivität im Team zu fördern
  • Damit das Team Überblick, über die Ergebnisse der Arbeit hat

Vorteile von Agiler Schätzung

1. Bessere Entscheidungsfindung

Mit einer guten agilen Einschätzung kann das Entwicklungsteam effektiv das Backlog planen. Damit kann eine präzise Sprint Planung durchgeführt und fundierte Entscheidungen getroffen werden.

2. Einfacheres Risikomanagement

Durch die agile Einschätzung können Budgets und Zeitpläne besser eingehalten werden und somit zu einer Verringerung von Risiko beitragenDamit hat das Team einen guten Überblick über diese Faktoren und damit eine größere Chance das Produkt innerhalb des Budgets und der Zeit abzuliefern.  

3. Bessere Koordination

Durch die Schätzung lassen sich Abhängigkeiten leichter aufzeigen und verbinden. Das ist vor allem bei mehreren Projekten nützlich, damit sich Teams besser koordinieren können. Damit können sich Teams besser koordinieren.

Agile Schätzung: Techniken

Hier sind zwei Möglichkeiten eine Agile Schätzung durchzuführen:

1. Planning Poker

Diese Technik ist die bekannteste. Hier wird die Fibonacci-Folge verwendet, um ein Merkmal einem Punktwert zuzuweisen. Die Fibonacci-Folge ist eine Zahlenreiche, die ursprünglich zur Erklärung von bestimmten Aspekten in der Natur verwendet wurde. Die Reihe entsteht, indem die beiden vorhergehenden Zahlen addiert werden und so der nächste Wert erhalten wird. Für die agile Arbeitsweise gilt folgende Folge: 1,2,3,5,8,13,20,40 und 100.

Die Zahlen werden in Form von Spielkarten dargestellt. Das Team gibt also mit den Karten die Schätzung ab. Der Leiter des Meetings stellt zuerst die Aufgaben, die erledigt werden müssen vor und dann kann jeder im Team seine Schätzung abgeben. Wenn alle fertig sind, werden alle Karten gleichzeitig aufgedeckt. Wenn die Karten nicht übereinstimmen, kann nochmal diskutiert werden auf welche Zahl sich geeinigt wird. Dann wird nochmal erneut geschätzt und die Zahl festgesetzt.

2. Affinity Grouping

Eine schnellere Möglichkeit ist das Affinity Grouping. Dabei gruppieren die Teammitlieder die Aufgaben gleicher Größe. Die erste Aufgabe wird von den Teammitgliedern vorgelesen. Dann wird die zweite vorlesen. Das Team entscheidet dann, ob die zweite Aufgabe größer oder kleiner im Aufwand ist. Dann werden die Aufgaben nebeneinander angeordnet. Dabei hat das Team die Kontrolle für alle Aufgaben. Die Teams können außerdem diskutieren und die Aufgaben einordnen. Wenn jemand der Ansicht ist, dass eine Aufgabe am falschen Ort liegt, kann dies erneut diskutiert werden.

Danach können den Gruppierungen Zahlen zugewiesen werden.

Fazit

Schätzen Sie die Aufgaben so nah an der Realität wie möglich, um eine bessere Planung des Sprints zu gewährleisten. Schätzen Sie die Aufgaben auch nicht zu hoch, sondern lieber in kleineren User Stories, um den Sprint nicht zu gefährden. Beim Schätzen kann jedes Teammitglied seine eigene Erfahrung mit einbringen, um die Aufgaben so realistisch wie möglich einzuordnen. Im Schätzvorgang bringt also jedes Teammitglied seine eigenen Erfahrungen mit ein und hilft so, gemeinsam einen guten realistischen Blick auf die jeweiligen Vorgänge, User-stories zu bekommen. Dann kann das Team ihre eigene Erfahrung mit einbringen, um die Aufgaben so realistisch wie möglich zu schätzen.


Teile diesen Artikel

Article by:

Simone Kohl
Simone Kohl

Teile diesen Artikel