Was macht die Employee Journey aus?

Simone Kohl

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Definition

Die Employee Journey basiert auf der Customer Journey und soll eine “Reise” der Mitarbeiter darstellen. Sie betrachtet, wie Mitarbeiter ihre Karriere im Unternehmen wahrnehmen. Durch die digitale Transformation und den Fachkräftemangel ist die unternehmerische Herausforderung, neue und passende Mitarbeiter zu finden, schwieriger geworden.

Sie können die Kontaktpunkte mit dem Unternehmen definieren, zum Beispiel die ersten 100 Tage oder die Phase nach der Rückkehr aus der Elternzeit. Durch diese Analyse können Unternehmen Probleme schneller angehen und Veränderungen einleiten. Das Feedback der Mitarbeiter ist ebenso wichtig wie das der Führungskräfte. Die Employee Journey lässt sich grundsätzlich in drei Teile gliedern: Kommen, Bleiben und Gehen. Da die Reise aber meist schon früher durch soziale Netzwerke beginnt und über die Kündigung hinausgeht, können zwei Phasen hinzugefügt werden.

Phasen der Employee Journey

  1. Phase der Informationssuche In dieser Phase zählt der erste Eindruck. Potenzielle Bewerber suchen nach Informationen über das Unternehmen, zum Beispiel auf Jobportalen oder in sozialen Netzwerken. Hier trifft der potenzielle Bewerber die Entscheidung, ob er sich auf die Stelle bewerben möchte oder nicht. Außerdem erfährt der Bewerber, auf welchen Plattformen das Unternehmen präsent ist.
  2. Hier geht es um die Einladung zum Vorstellungsgespräch und alles rund um das Gespräch eine Rolle
  3. Phase der Zusammenarbeit Der erste Arbeitstag ist grundlegend wichtig für die Einstellung des Bewerbers gegenüber dem Unternehmen. Am ersten Tag gibt es viel zu tun, weil alles neu ist, daher sind Dinge wie die Vorstellung der Mitarbeiter und des Teams wichtig.
  4. Phase des Ausscheidens aus dem Unternehmen Die Kündigungsphase ist ebenfalls wichtig. Wird der Mitarbeiter nach der Kündigung freundlich behandelt oder wird ihm mit Unmut begegnet? Die Verabschiedung hat auch einen Einfluss auf eine mögliche weitere Zusammenarbeit.
  5. Beeinflussung Dritter Nachdem der Mitarbeiter das Unternehmen verlassen hat, gibt er seine Eindrücke und Erfahrungen an Dritte weiter. Diese Erfahrungen beeinflussen das Image des Unternehmens und prägen auch zukünftige Bewerbungen.

Messung des Employee Branding

  • Anzahl der Bewerbungen Je mehr Bewerbungen auf die Stellenausschreibung eingehen, desto attraktiver ist die Stelle. Und die Anzahl der Initiativbewerbungen kann den Erfolg der Anzeige messen. Zum Beispiel: Wie viele Klicks auf den “Bewerber”-Button gab es und wie viele davon haben letztendlich eine Bewerbung abgeschickt? Liegt die Absprungrate über 50%, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass das Bewerbungsformular den Bewerber nicht überzeugt hat.
  • Verweildauer Wie lange blieben die Nutzer auf der Karriereseite? So können Sie herausfiltern, wie viele Interessenten es gibt, denn diese bleiben in der Regel länger auf der Seite.

Fazit

Nicht nur die Customer Journey und die Kundenzufriedenheit ist wichtig, sondern auch die Mitarbeiter, die das Image des Unternehmens positiv oder negativ beeinflussen können.


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