Effektive verbale und nonverbalen Kommunikation

Simone Kohl

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“Man kann nicht “nicht” kommunizieren” – das hat Paul Watzlawick gesagt. Deshalb ist es wichtig, als Team effektiv zu kommunizieren – verbal und nonverbal. Und um als Team noch besser zusammenarbeiten zu können, hatten wir ein Inhouse-Training zum Thema Kommunikation (verbale und nonverbale Kommunikation).

Paul Watzlawick stellte 5 Grundregeln (pragmatische Axiome) auf, die die menschliche Kommunikation erklären und ihre Paradoxien aufzeigen:

  1. Man kann nicht nicht kommunizieren
  2. jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt
  3. Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung
  4. Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten
  5. Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär

Wir haben hier zusammengefasst, was wir darüber erfahren haben:

Arten der Kommunikation Es gibt verschiedene Arten der Kommunikation, nämlich nonverbale Kommunikation und verbale Kommunikation.

nonverbale Kommunikation

Menschen kommunizieren auch ohne Worte. Das heißt, wenn Sie Ihr Gegenüber schweigend ansehen, ohne ein Wort zu sagen, kommunizieren Sie trotzdem. Die meiste Kommunikation findet nonverbal statt, durch Gestik, Mimik oder unsere Körperhaltung. Deshalb ist es sinnvoll, sich anzuschauen, was diese Form der Kommunikation bedeutet und wie das Verhalten von der anderen Person interpretiert wird.

Möglich ist diese Art der Kommunikation über Blicke, Mimik, Gestik, unser Auftreten wie Kleidung, Haare, Make-up oder unsere Körperhaltung. Damit diese beim Gegenüber ankommen, muss er die Signale über seine Sinne aufnehmen und verarbeiten. Sowie bei der verbalen Kommunikation gibt es auch einen Sender (der die Nachricht aussendet) und einen Empfänger, der die Nachricht dekodiert. Dabei kann es zu vielerlei Missverständnissen kommen. Manchmal stimmt zum Beispiel unsere nonverbale Kommunikation nicht mit der verbalen Kommunikation überein, das bedeutet, wir sind nicht kohärent (also gleich in Mimik und verbalem Ausdruck). Oder unser “Blick” wird missinterpretiert (dekodiert) vom Empfänger (unserem Gegenüber).

verbale Kommunikation

Die verbale Kommunikation ist der mündliche oder schriftliche Austausch zwischen Menschen und besteht aus Sprache und Töne. Dabei findet ein Austausch zwischen dem Empfänger und dem Sender statt. Es gibt dabei einen Sender, der die Informationen beispielsweise durch Sprache oder Schrift in Form eines Codes aussendet. Die Aufgabe des Empfängers besteht dann darin diesen Code wieder zu decodieren. Dabei kann es zu Missverständnissen kommen.

In unserem Team haben wir gefragt, welche Kommunikationstypen wir am meisten nutzen: Tatsächlich war es die nonverbale und verbale Kommunikation in Form von Visualisierungen und Meetings.

Ein weiteres Axiom von Watzlawick ist: Digitale Kommunikation analoge Kommunikation Die menschliche Kommunikation umfasst sowohl digitale als auch analoge Modalitäten. Die digitale Komponente bedeutet das, was wir sagen. Es ist die wörtliche Bedeutung von dem was wir sagen. Die analoge Komponente bezieht sich darauf, wie wir es sagen. Probleme entstehen, wenn das, was wir sagen, eine andere Botschaft sendet als das, was wir mit unserer Körpersprache zeigen.

Wir neigen dazu, die nonverbale Botschaft für wahr zu halten. Deshalb ist es wichtig, dass wir konsequent mit dem sind, was wir sagen und wie wir es sagen.

Beispiel: Unser Vorgesetzter sagt uns, dass wir gute Arbeit geleistet haben, aber er sagt es in einem verärgerten Tonfall. Sie könnten aufgrund der nonverbalen Kommunikation verwirrt sein, was er/sie wirklich meint. Sie könnten sich fragen, ob er/sie sarkastisch ist, ob er/sie eifersüchtig ist, ob er/sie verärgert ist, und wir könnten am Ende das Gefühl haben, dass wir nicht wirklich gute Arbeit geleistet haben.

Tipp: Um den freien Fluss der Kommunikation zu gewährleisten, egal welche Art von Beziehung Sie vorfinden, müssen Sie sich dieser Unterschiede bewusst sein, wenn Sie mit Ihrem Team oder Ihren Teamkollegen sprechen. Sich dieser Dinge bewusst zu werden, ist der erste Schritt, um sicherzustellen, dass wir effektiv kommunizieren.

Wie können wir klarer und besser kommunizieren?

Was man beachten muss, um so zu kommunizieren, dass es beim Gegenüber richtig ankommt? Wir haben unser Team gefragt: „Wie können wir besser kommunizieren?“ Die Antworten waren folgende:

  • Sei offen für die Kommunikation der anderen Person
  • Fragen stellen, damit es keine Missverständnisse gibt, aber auf eine bittende und nicht fordernde Art
  • Immer darüber reden, wenn etwas nicht klar verstanden wurde
  • Informationen teilen
  • Nicht schüchtern sein – nachfragen!

Außerdem haben wir weitere Tipps für die Kommunikation mit Ihrem Team gesammelt: 4 Tipps zur Verbesserung der Teamkommunikation.

Kommunikation in agilen Projekten

Im Projektmanagement ist eine gute Kommunikation ein wirksames Werkzeug. Deshalb haben wir hier unsere Erkenntnisse zusammengefasst, worauf wir im Team besonders Wert legen:

  • Gut dokumentierte Tasks
  • Schreiben Sie jedes Detail in das Ticket, um es mit den Teammitgliedern eindeutig bearbeiten zu können
  • Erwähnen und Informieren über eine notwendige Zusammenarbeit mit anderen Teammitgliedern


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