Tipps für Scrum Master

Simone Kohl

4 mins read

Bei Scrum geht es um Zusammenarbeit in Form von verschiedenen Rollen, Meetings und Tools, die auf agilen Prinzipien basieren. Es gibt mehrere Veranstaltungen, die ein Scrum Master im Blick haben muss: Das Daily Standup, die Retrospektive und auch das Sprint Planning. Wir haben hier ein paar Tipps dazu gesammelt.

Daily Scrum

Was ist ein Daily Scrum?

Daily Standups (oder Daily Scrum) sind eine zentrale Praxis für agiles Arbeiten. In diesem täglichen Meeting organisiert ein agiles Team sich und seine Arbeit ohne die Beteiligung von Managern oder externen Entscheidungsträgern. Die Teilnehmer des Daily Standup stehen für maximal 15 Minuten zusammen und sprechen abwechselnd über die Ergebnisse des Vortages, Hindernisse und ihren Plan für den aktuellen Tag. Auf diese Weise machen die Teammitglieder ihren Status und ihre wichtigsten Probleme transparent und können sich gegenseitig helfen, Hindernisse aus dem Weg zu räumen, um das gemeinsam gesetzte Ziel zu erreichen. In der Regel gibt es 3 Fragen, die beantwortet werden müssen:

  • Was habe ich gestern gemacht?
  • Was werde ich heute tun?
  • Was hindert mich?

Regeln für ein Daily Scrum

  1. Das Standup sollte nicht länger als 15 Minuten dauern
  2. Jeder sollte pünktlich sein
  3. Jeder beantwortet die drei Fragen
  4. Wenn möglich, stehen alle Teilnehmer – wie der Name Standup schon sagt

Vorteile

  • Das Daily Scrum verbessert die Kommunikation
  • Es hilft, Hindernisse zu beseitigen
  • Entscheidungen können leichter getroffen werden

Tipps für Scrum Master

  1. den Zweck des Daily bewusst machen: Kommunikation 
  2. Führung durch einen guten Agile Coach 
  3. jeden Tag 15 Minuten lang das Daily abhalten
  4. regelmäßige Treffen planen
  5. Aufgaben richtig priorisieren
  6. Abhängigkeiten veranschaulichen
  7. Ansatz regelmäßig bewerten

Scrum Retrospektive

Was ist die Scrum Retrospective?

Die Scrum-Retrospektive ist eine Pflichtveranstaltung, die im Scrum Guide für das agile Projektmanagement-Framework Scrum beschrieben ist. Ziel der Retrospektive ist es, die Erfahrungen (aus dem letzten Sprint) zu reflektieren. Darauf aufbauend werden Verbesserungsmaßnahmen gesucht, die im nächsten Sprint direkt umgesetzt werden können.

Steps

  1. Set the Stage – Schaffen Sie die Rahmenbedingungen für eine gute Retrospektive In diesem ersten Schritt ist es wichtig, dass alle Teilnehmer erst einmal ankommen und sich wohlfühlen können. Es ist wichtig, dass eine gute Atmosphäre herrscht und dass jeder zu Beginn der Scrum-Retrospektive etwas gesagt hat. Das erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass man sich später an der Diskussion beteiligt…
  2. Daten sammeln Der zweite Schritt einer Scrum-Retrospektive besteht darin, Daten aus dem letzten Sprint zu sammeln. Die Betonung liegt auf Quantität und der Fokus liegt auf der Menge der Fakten; eine Auswahl und Bewertung erfolgt später. Sie analysieren Ihre konkreten Erfahrungen und bauen im weiteren Verlauf der Retrospektive darauf auf.
  3. Einblicke generieren Der dritte Schritt einer Retrospektive nutzt den zweiten Schritt, um tiefere Erkenntnisse über die Erfahrungen zu gewinnen. Wirklich gute Erkenntnisse sind der Schlüssel zur Entscheidung über die Umsetzung im nächsten Schritt.
  4. Entscheiden, was zu tun ist Im vierten Schritt überlegen Sie sich die konkrete Umsetzung aus Ihrer Scrum-Retrospektive. Dieser Schritt ist sehr wichtig, denn wenn Sie in der Scrum-Retrospektive keine Maßnahmen definieren, nützt Ihnen die kontinuierliche Verbesserung nichts.
  5. Die Retrospektive abschließen Eine Retrospektive in Scrum sollte richtig abgeschlossen werden. Dies ist wichtig, um Respekt für die Arbeit und die Zeit aller zu zeigen. Eine kurze Reflexion über das Format ist ebenfalls hilfreich. Dieser Schritt kann kurz sein, sollte aber nicht übersprungen werden.

Tipps für die Retro

  • Andere Umgebung Das langweilige, fensterlose Büro im Stil der 60er Jahre erstickt Gedanken und Ideen buchstäblich im Keim. Oft lässt sich für wenig Geld ein externer Raum in einer Co-Working-Location finden.
  • Arbeitsvereinbarung Legen Sie gemeinsam mit dem Team eine Reihe von Regeln fest, an die sich alle halten. Haben Sie bereits eine Arbeitsvereinbarung? Perfekt, wenn nicht, versuchen Sie, eine zu erstellen!
  • Wünsche ins Backlog Kontinuierliche Verbesserungsaufgaben gehören in das Backlog. Jedes Team sollte eine kleine Verbesserung mit in den nächsten Sprint nehmen. Halten Sie sie im Backlog transparent.
  • Das Unmögliche fordern Ändern Sie den Kontext und fragen Sie mutig, zum Beispiel: “Was brauchen wir, um doppelt so schnell liefern zu können?” Auch wenn solche Fragen nicht immer lösbar sind, können sie wertvolle Impulse geben.
  • Konzentrieren Sie sich auf das Positive Nutzen Sie “Set The Stage” und andere Impulse, um die Retrospektive ausschließlich auf positive Verbesserungen zu konzentrieren. Wie können diese beibehalten oder sogar verbessert werden? Probieren Sie es aus!
  • Fokussieren Sie den Sprint In der Retrospektive sollten Sie – wie üblich – einen klaren Fokus behalten. Sie schauen immer auf den letzten Sprint und blicken auf den nächsten Sprint. Nicht mehr und nicht weniger!

Sprint Planning

Was ist ein Sprint Planning?

Den Auftakt eines jeden Sprints bildet das Sprint Planning Meeting. Es dient dazu, das Arbeitspaket des Scrum-Teams für den kommenden Sprint zusammenzustellen. Und der Scrum Master ist die Person, die für die Durchführung des Meetings verantwortlich ist.

Nach einem erfolgreichen Sprint Planning:

  • der Product Owner und das Entwicklungsteam einigen sich auf das Sprint Goal
  • und haben gemeinsam das Sprint Backlog gebildet. Das Sprint Backlog enthält alle Product Backlog Items (Output), die im Sprint umgesetzt werden müssen, um das Sprint Goal zu erreichen

Damit der Product Owner und das Entwicklungsteam die beiden Ziele des Planungsmeetings erreichen können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein

Schritte für eine gute Sprintplanung 

  1. Der Product Owner oder Scrum Master hat ein Sprint-Ziel definiert und die entsprechenden Product Backlog Items (PBIs) ausgewählt.
  2. Formulieren Sie die ausgewählten PBIs ausreichend detailliert – vorzugsweise in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsteam, z.B. im Rahmen eines Product Backlog Refinement.
  3. Die von Ihnen ausgewählten PBIs wurden in eine Reihenfolge gebracht, in der das Entwicklungsteam an ihnen arbeiten wird.
  4. Das Team hat eine Definition of Done (DoD)
  5. Die Kapazität des Teams für den nächsten Sprint wurde ermittelt, z. B. unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Geschwindigkeit der letzten Sprints und des geplanten Urlaubs einzelner Teammitglieder.

Sobald die Sprintplanung wie beschrieben vorbereitet ist, können Sie und Ihr Scrum-Team mit dem eigentlichen Prozess beginnen: 

  1. Der Product Owner oder der Scrum Master stellt das Sprint Goal und die dazugehörigen PBIs vor und beantwortet die Verständnisfragen des Teams. Das Sprint Goal sollte für alle Teammitglieder lesbar im Sprint Backlog dokumentiert sein.
  2. Wenn die PBIs noch nicht geschätzt wurden, sollten Sie die Schätzung jetzt vornehmen. Wenn die Schätzung bereits stattgefunden hat, können Ihr Team und der Scrum Master die Schätzung nun nach der ausführlichen Diskussion über die Umsetzung verfeinern.
  3. Das Team macht dem Product Owner und den Stakeholdern eine Vorhersage darüber, welche PBIs es am Ende des Sprints gemäß der gemeinsam verfassten DoD liefern wird. So entsteht das Sprint Backlog, das dokumentieren soll, zu welchen PBIs sich das Entwicklungsteam verpflichtet hat und an welchen es optional zusätzlich arbeiten wird.

Tipps für eine gute Sprintplanung 

  1. Setzen Sie sich ein anspruchsvolles Sprint-Ziel
  2. Vorplanung des Sprints  
  3. Priorisieren Sie die Aufgaben 
  4. Überladen Sie den Sprint nicht 

Teile diesen Artikel

Article by:

Simone Kohl
Simone Kohl

Teile diesen Artikel